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Das Themenfeld moderne Arbeit macht Medienschaffenden viel Arbeit

Datum: 16. Juni 2022 | Autor: Sandra Ruffer | Kategorie: Blog | Zeit lesen: 5 Min.

Die Themen moderne Arbeitswelt, Home-Office und New Work geniessen derzeit eine große mediale Aufmerksamkeit. Das Mediensystem verfolgt insbesondere die politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen der Pandemie, die daraus resultierenden Arbeitsbedingungen sowie deren Auswirkungen auf die Gesundheit sehr genau. Das Themen-Screening, bei dem unser Analyseteam mehr als zwölftausend Beiträge ausgewertet hat, veranschaulicht das deutlich.

Die techconsult-Studie «Digitalisierungsindex Mittelstand 2021/2022» im Auftrag der Deutschen Telekom zeigt, dass sich die Digitalisierung mittelständischer Unternehmen auch im zweiten Jahr der Pandemie beschleunigt hat. Die Studie untersuchte erstmals die Auswirkungen von New Work – der neuen Arbeitsweise im globalen und digitalen Zeitalter. Die Themen moderne Arbeitswelt, Home-Office und New Work beschäftigen nicht nur Politik und Wirtschaft. Angetrieben durch die Umwälzungen, welche die Covid-19-Pandemie und die Schutzmaßnahmen mit sich gebracht haben, setzen sich aktuell viele Arbeitnehmende mit diesen Themen auseinander. Das zunehmende Interesse an modernen Arbeitswelten, Arbeitsformen und Nachhaltigkeitsthemen treibe die digitale Transformation der Unternehmen voran, so die Studie.

 

 

Neue Arbeitswelt: ein brandheißes Thema in der Bevölkerung

 

Das Themenfeld «neue Arbeitswelt» geniesst derzeit eine hohe gesellschaftliche Relevanz, was sich auch im öffentlichen Diskurs niederschlägt: Zwischen Oktober 2021 und März 2022 sind in deutschsprachigen Onlinemedien und auf Social Media knapp 12’500 Beiträge zu diesem Thema erschienen. Auf Monatsbasis betrachtet lässt sich jedoch kein Trend herauslesen: Die Berichterstattung war über alle sechs Monate konstant hoch; den bisherigen Höhepunkt markierte der Monat März. Insgesamt erzielten die Beiträge eine Reichweite von über zehn Milliarden potenzieller Kontakte und 42’600 Interaktionen. 73 Prozent der Berichterstattung war neutral, bei einem Viertel ließ sich eine positive Tonalität feststellen, und zwei Prozent waren in einem negativen Tonfall verfasst.

Medien mit der höchsten Reichweite und dem größten Engagement

 

Mehr als 60 Prozent der enormen Reichweite erklären sich durch Beiträge des beliebten Nachrichtenportals msn.de., focus.de kann über 21 Prozent der Reaktionen für sich verbuchen. Auch verschiedene überregionale Zeitungen gehörten zu den Medien, denen es gelang, ihre Leserschaft am besten zu hohem Engagement zu motivieren.

Die reichweitenstärksten Medien beleuchten das Thema Arbeitswelt vor allem in den Ressorts Politik, Wirtschaft und Gesundheit:

  • Im Zuge der Koalitionsverhandlungen nehmen SPD, FDP und die Grünen im Herbst 2021 den Punkt «Respekt und Chancen in der modernen Arbeitswelt» ins Sondierungspapier auf, um Gewerkschaften und Arbeitgeber dabei zu unterstützen, flexible Arbeitszeitmodelle zu entwickeln (Link).
  • Mit der Aufhebung der staatlichen Schutzmaßnahmen liegt es vermehrt in der Eigenverantwortung der Betriebe, ihre Beschäftigten zu schützen. Viele streben ein hybrides Modell mit Präsenz- und Home-Office-Zeiten an (Link).
  • Die postpandemische Arbeitswelt ist geprägt von zeitlicher und räumlicher Unabhängigkeit, was aber wiederum neue Fragen aufwirft (Link).
  • Die Vereinbarkeit von Job und Privatleben wird bei hohem Home-Office-Anteil einfacher, finden viele weibliche Führungskräfte. Remote Work verändere aber auch die Art der Führung an sich und verflache die Hierarchien (Link).
  • Die Pandemie hat die Arbeitsweisen nachhaltig verändert. Das stellt Arbeitgeber vor neue Herausforderungen – Mitarbeitende zu motivieren und für ihre Gesundheit zu sorgen, ist durchs Home-Office schwieriger geworden. EUPD Research und die Handelsblatt Media Group fördern mit dem Corporate Health Award nachhaltige Strategien für betriebliches Gesundheitsmanagement im deutschsprachigen Raum (Link).

 

 

Modernes Arbeiten: Herausforderungen in den Branchen Handel und Logistik

 

Eine vertiefte qualitative Betrachtung der Sektoren Handel und Logistik bringt noch komplexere Sachverhalte zum Vorschein:

  • Welche flexiblen Arbeitsmodelle gibt es dort, wo Home-Office keine Option ist?
  • Warum werden systemrelevante Tätigkeiten nicht entsprechend ihrer gesamtgesellschaftlichen Bedeutung vergütet?
  • Wie können KMU durch Automatisierung und künstliche Intelligenz in der Lieferkette kosteneffizient Vorteile gegenüber ihren Mitbewerbern schaffen?
  • Wie entwickelt sich das Bedürfnis nach schneller Heimlieferung von Nahrungsmitteln?
Fazit: Wie wir künftig arbeiten, beschäftigt uns alle

 

Zahlreiche Beiträge in Publikums- und Fachmedien wie auch auf Social Media generieren in Bezug auf die Themen Arbeiten, Home-Office und New Work eine große mediale Aufmerksamkeit. Es wird öffentlich diskutiert, wie und unter welchen Bedingungen wir künftig arbeiten, wie sich die neuen Arbeitsmodelle auf unsere Gesundheit auswirken, und wie sich Organisationen an eine postpandemische Welt anpassen können. In Handel und Logistik stellen sich zudem Fragen nach innovativen Geschäftsmodellen, Digitalisierung und Automatisierung entlang der Lieferkette sowie nach attraktiven und fair entlöhnten Arbeitsplätzen.

Themen-Screening Arbeitswelt

* Erforderlich

Bessere Entscheidungen dank fundierter Erkenntnisse

 

  • Wie soll sich ein Unternehmen zu einem bestimmten Thema positionieren?
  • Welche reputationsgefährdenden Issues einer Branche geraten in den Fokus der Öffentlichkeit?
  • Wo ergeben sich günstige Chancen?

 

Ein Themen-Screening von ARGUS DATA INSIGHTS kann dazu beitragen, solche Fragen zu beantworten. Mit unserem Dossier erhalten Sie einen umfassenden Überblick über ein komplexes, trefferintensives Thema oder eine Branche Ihrer Wahl. Die Ergebnisse unserer Analyse sind managementtauglich komprimiert, leicht verständlich und übersichtlich aufbereitet. Im vorliegenden Beispiel hat unser Analyseteam die Datenbasis auf Onlinemedien und Social Media beschränkt. Je nach Fragestellung ist es sinnvoll, sämtliche Mediengattungen ins Screening einzubeziehen. Gewinnen Sie mit ad-hoc oder periodisch gelieferten Medienanalysen detaillierte quantitative und qualitative Insights und nutzen Sie diese, um im Arbeitsalltag bessere Entscheidungen zu fällen.

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Autor

Sandra Ruffer

Teamleiterin Analyse & Consulting

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